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"Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

In der ersten Strophe dieses berühmten Gedichts von Hermann Hesse ist von Abschied und Neubeginn die Rede. Für den Schulleiter der Europaschule, Bernhard Ripp, war es das letzte Mal, dass er die neuen Fünfer begrüßte. Er machte das wie immer gut gelaunt, nahm den Kleinen die Angst vor der großen neuen Schule und rief sie - zu ihrem Neubeginn - auf die Bühne, wo sie erstmals mit ihrer neuen Klasse zusammentrafen. Für die Neuen stand es nicht im Mittelpunkt ihrer Gedanken, wer sie da in Empfang nahm, aber in acht Jahren werden sie sich erinnern: Da war doch damals dieser nette Herr, der uns so freundlich in Empfang nahm, wo ist der eigentlich geblieben? Herr Ripp geht zum Ende des Schulhalbjahres in Pension.

Den unterhaltsamen Rahmen dieses Neubeginns bot die sechste Klasse von Frau Eberlein. Die Schülerinnen und Schüler stellten einige Situationen aus ihrem Schulleben dar, einen Zoobesuch, einen Tanz zum Comeniustag und bewiesen damit, dass der Zauber des Anfangs sich schon ein Jahr lang gehalten hat.

Bernd Woidtke