Feierliche Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten am Europagymnasium Kerpen

AbiEntlassung2021 06 18 1

 

Lange war nicht klar, ob und in welchem Rahmen die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten ihren Schulabschluss feiern können. Bei der feierlichen Verabschiedung am späten Freitagnachmittag auf dem Parkplatz des Europagymnasiums war diese Zeit der Unsicherheit schnell vergessen.
Um in Zeiten der Corona-Pandemie allen Beteiligten eine sichere Feier zu ermöglichen, wurde die Veranstaltung wie ein Autokino durchgeführt. Über die Frequenz 94,6 MHz konnten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien in ihren Autos sitzend die Festreden und die musikalischen Beiträge des Abends über das Autoradio empfangen.
„Wenn es ist, wie es ist, kommt es darauf an, was du draus machst“, zitierte der Schulpfarrer Ralf Herbertz den ehemaligen Turner Samuel Koch. Er eröffnete mit seinem Vortrag die diesjährige Verabschiedung und fand in seinem persönlichen Vortrag viele Beispiele, worauf es im Leben ankommt.
Der stellvertretende Schulleiter Dominik Riediger sprach dem Abiturjahrgang seinen Respekt aus: Die letzten Monate hätten den Schüler:innen viel abverlangt. Das Abitur, das sie nun in den Händen hielten, sei kein „Corona-light Abitur“, sondern eine Abiturprüfung unter regulären Bedingungen wie die der anderen Jahrgänge auch. In diesem Rahmen dankte Riediger auch den Lehrer:innen, die den Jahrgang auf seinem Weg zur Abschlussprüfung begleitet haben und dabei im Distanzunterricht neue Wege des Lehrens und Lernens gegangen sind. Sein Dank galt auch den Stufenkoordinatoren Elke Lambertz und Markus Potes sowie Jutta Salz als Oberstufenkoordinatorin sowie dem Organisationsteam, allen Mitwirkenden an der Feier und dem Förderverein des Europagymnasiums.
Die Schulpflegschaftsvorsitzende Kati Räke schloss sich dem Lob an die Abiturient:innen an: Durch Homeschooling und Lockdown sei das Zusammenleben in den Familien deutlich enger gewesen und die Eltern hätten Druck und Sorgen unmittelbar miterlebt. Oft habe sie sich gefragt, ob sie selbst diese Situation so gut hätte bewältigen können, wie diese Generation von Schüler:innen.
Auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Kerpen, Addy Muckes, griff die Herausforderungen auf, vor denen die Coronapandemie die Schüler:innen gestellt hat. „Mit der Autolösung haben Sie bewiesen, dass Sie das Ziel, das Sie sich gesteckt haben, erreichen“, sagte er. „Sie haben selbstständig Denken gelernt, gelernt, sich selbst Wissensbrücken zu schlagen – kurz: Sie haben gelernt zu lernen. Das ist Ihr Fundament für Ihren weiteren Werdegang.“
Prijna Kumar ergriff als Jahrgangssprecherin als letzte Rednerin das Wort. „Du hast es geschafft!“, rief sie abschließend ihrem Jahrgang zu und erntete damit, wie auch die Redner:innen vor ihr, ein Hupkonzert als Applaus. Alle Redner:innen waren sich einig, dass der Blick von der Bühne aus auf die davor stehenden, teils geschmückten Autos, ein beeindruckendes Bild sei.
Begleitet wurde die Feier durch die Musik des Lehrer-Trios aus Friederike Heine (Akkordeon), Izabella Jacubowska-Bialas (Violine) und Ralph Paland (E-Piano). Als Ehrengäste waren auch die ehemaligen Schulleiter Dr. Heinz Brunkhorst und Bernhard Ripp sowie die ehemalige Schulleiterin Tatjana Strucken bei der Feier anwesend und verfolgten die an die Reden anschließende Zeugnisvergabe an die Abiturient:innen. Wem es bei den auch gegen 18.00 Uhr noch sommerlichen Temperaturen zu warm geworden war, der konnte sich beim eigens angefahrenen Eiswagen eine Erfrischung holen.
Den Ausklang der Feier gestaltete die Schülerband „basement production“. Zu diesem Zeitpunkt hielt es jedoch niemanden mehr in den Autos, sodass die Band sich über Publikum vor der Bühne freuen konnte.

Beate Schmitz