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„Es gibt nur eine Katastrophe, die uns hier nicht treffen kann – ein Schneesturm!“, so sagen die Einwohner von Corinto. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hurrikans, Tsunamis, all diese Phänomene musste man in Nicaragua schon erleben. Insbesondere der Küstenstreifen Corintos, dort wo die Häuser und Hütten am wenigsten stabil gebaut sind, ist gefährdet, denn dort haben die starken Wellen des Pazifik bedrohliche Folgen, Erosion und Erdabrutsche sind überall sichtbar.

Bereits vor drei Jahren wurde in Corinto in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln und der Städtepartnerschaft Köln Corinto ein Katastrophenschutzzentrum gebaut. In diesem Gebäude können im Notfall bis zu 60 Personen untergebracht werden, es gibt mehrere kleine Räume und eine große Dachterrasse zum Schlafen, WCs und Duschen sowie eine Küche und einen gut gesicherten Hof. In normalen Zeiten wird das Gebäude als Kulturzentrum genutzt.

Leider ist die Wasserversorgung des Katastrophenschutzzentrums ein großes Problem: Der Druck in den Leitungen reicht nicht aus, um das saubere Wasser bis zu den Waschräumen zu leiten. Die Wasserhähne und Toilettenspülungen bleiben trocken. Ein großes Problem, wenn man gezwungen ist, hier eine Zeit lang zu leben!

Mit großer Dankbarkeit und Begeisterung haben daher die Corinteños auf die Spende der SV des Gymnasiums Kerpen reagiert (siehe Schreiben aus Corinto). Endlich kann ein großer Wassertank installiert werden, mit dessen Hilfe das Katastrophenschutzzentrum unabhängig von Störungen des städtischen Wassersystems ist. Installiert wird der Tank von den Bauhelfern, die im Centro de Menores ausgebildet wurden, das wir ebenfalls unterstützen. So schließt sich der Kreis und das Geld aus Kerpen erfüllt in Corinto vielfältige Zwecke.

Fest versprochen: Auf den Tank wird das Schullogo aufgemalt!

Uschi Zöller

PS: Die Spende betrug 5000,- €. Sie resultierte aus den Erlösen des letzten Sponsored Walks der SV. B.W.