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„Wie kann Integration gelingen?“ Nicht abstrakt und theoretisch, sondern ganz konkret in der eigenen Klasse war das Thema der Zukunftswerkstatt, zu der Frau Löwe-Lopez im Rahmen der Europawoche, organisiert von Herrn Strucken-Bathke, eingeladen hatte. Unter der Leitung von Frau Seiche, der Integrationsbeauftragten der Stadt Kerpen und der Journalistin Frau Münch setzten sich die Klassen 9.8 und 9.9 am 15.05.2017 mit diesem wichtigen und spannenden Thema auseinander.

Julitta Münch, die Moderatorin der Veranstaltung, ist eine Rundfunk-Journalistin des WDR. Deutschlandweit bekannt wurde sie durch ihre Sendung "Hallo Ü-Wagen", in der sie an wöchentlich wechselnden Standorten zu bestimmten Themen Experten und Hörer zu Wort kommen ließ.

Persönliche Integration hat viele Aspekte, sowohl kulturelle als auch ökonomische, das machte Frau Seiche in ihrem Eingangsvortrag sehr anschaulich am Beispiel ihres Sohnes und seiner möglichen Zukunftsplanung, vielleicht später in einem anderen Land zu arbeiten und sesshaft zu werden, klar. Danach ging es an die praktische Arbeit für die Schülerinnen und Schüler. Ausgerüstet mit Postern, Stiften und den Leitfragen „Was ist hilfreich, um Neuen das Reinkommen in die Klasse/Gruppe zu erleichtern?“, „Was ist dabei hinderlich?“, „Was können Deutsche tun, was können Hinzukommende tun, um es leichter zu machen?“ und „Was tue ICH ab sofort?“ legten die Gruppen los, diskutierten, argumentierten und sammelten fleißig Ideen.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse unter der Moderation von Frau Münch kam man auf weitere kniffelige Fragen und spannende Diskussionen darüber, was denn Toleranz und Respekt eigentlich bedeuten, was man machen kann, wenn scheinbar die Unterschiede, nicht die Gemeinsamkeiten überwiegen und sich keine Seite ändern will, aber auch auf ganz praktische Ideen und Tipps für eine mögliche Hilfestellung, wie z. B. den Neuankömmling mit dem Schulgebäude vertraut zu machen oder selbst einen Schritt auf ihn/sie zuzumachen und sich erst einmal für ihn/sie zu interessieren. Die Zeit reichte nicht, um alle Ideen zu diskutieren, aber dafür umso mehr, um selbst neue Denkanstöße zu gewinnen und sich zu fragen, was denn jeder einzelne tun kann, wenn jemand aus einem anderen Land neu in die Klasse kommt. „Was ist hilfreich, um Neuen das Reinkommen in die Klasse zu erleichtern?“ „Spaß“, stellte eine Gruppe sehr passend fest. Und den hatten auch die Schülerinnen und Schüler der Zukunftswerkstatt.

Fotos

Ulrike Lentzen-Burmester