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Vor fast einem halben Jahrhundert, am 1. August 1971, hatte er seinen Dienst am Tagesheimgymnasium Kerpen angetreten: Günter Schmitz. Er kam von der katholischen Ursulinenschule in Köln, unterrichtete Latein und Französisch, später nahm er noch – Lehrermangel! – Mathematik hinzu. Der damalige Schulleiter, Dr. Brunkhorst, bescheinigte ihm, er sei ein guter Lehrer, wobei er das Adjektiv ausdrücklich unterstrich. Aus verschiedenen dienstlichen Beurteilungen kann man als Eigenschaften entnehmen: gewissenhaft, gründlich, motivierend, freundlich, geschätzt, zurückhaltend, hilfsbereit, methodisch geschickt, ausgeglichen. Besser kann man als Lehrer und Kollege nicht beurteilt werden!

Als langjähriger Fachvorsitzender der Französisch-Fachkonferenz baute er die Französisch-Sammlung mit auf und kümmerte sich intensiv um die entsprechende Abteilung in der Bibliothek1975 wurde er zum Oberstudienrat ernannt. 1991 erhielt er von der Landesregierung eine „Ehrenurkunde über Ihre Tätigkeit als Lehrer und Erzieher unserer Jugend“ – eine Anerkennung für 25 Jahre Dienstzeit. 

Als Philologe durch und durch war ihm die Unterrichtstätigkeit nicht genug: Er promovierte 1986 mit einer Doktorarbeit unter dem Titel: „Physicae quae fertur Plinii Florentino-Pragensis liber tertius. Die Dissertation erschien unter dem deutschen Titel: „Lateinische Sprache und Literatur des Mittelalters“ und kann heute zwar nicht mehr bestellt werden, aber man kann sich hier die Titelseite ansehen

https://www.abebooks.co.uk/9783820409291/Physicae-quae-fertur-Plinii-Florentino-Pragensis-3820409297/plp Dieses Werk erhielt die Note „opus valde laudabile“ = ein sehr lobenswertes Werk. Die Gesamtnote für seine Promotion war „magna cum laude“ = mit großem Lob!

 

Dr. Günter Schmitz ist am 4.5.2017 verstorben. Seine Beerdigung findet am Freitag, den 19.5.2017 um 14 Uhr auf dem Horremer Friedhof statt. 

 

Wir trauern um einen verdienten und sympathischen Kollegen!

 

Bernd Woidtke