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„Soll an unserer Schule ein Kiosk von einer Schülerfirma geführt werden?“ Diese Frage bildete das Finale des Schulwettbewerbs von „Jugend debattiert“, der am 27. Januar 2015 zum ersten Mal am Gymnasium Kerpen stattfand. In zwei Vorrunden waren insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler aus vier Achter-Klassen in jeweils zwei Pro- und Contra-Paaren gegeneinander angetreten.

Hier übten sich die Schüler in den Fragen „Soll die Schule eine eigene Facebook-Seite betreiben?“ und „Sollen die Fahrradständer videoüberwacht werden?“ Die Debatten wurden jeweils von vier Juroren der Klasse 9 bewertet, die bereits im letzten Jahr das Thema „Jugend debattiert“ durchgenommen und sich intensiv mit den Kriterien einer guten Debatte beschäftigt hatten. 

Zur Finalrunde, die im vollbesetzten Theaterkeller der Schule stattfand, hatten sich drei Schülerinnen und ein Schüler qualifiziert und die Jury in den Kategorien Sachkenntnis, Gesprächsführung, Überzeugungskraft und Ausdrucksvermögen überzeugen können. Julius Geßmann, der sich für ein von einer Schülerfirma betriebenes Schulkiosk aussprach, eröffnete die Runde mit dem Hinweis, dass das Schulkiosk eine sinnvolle Ergänzung zum bereits bestehenden Versorgungsangebot der Schule darstelle und plädierte dafür, die Einnahmen aus diesem Kiosk einem guten Zweck zukommen zu lassen.

Selin Yilmaz, die wie Julius ebenso die Pro-Seite vertrat, wies vor allem auf den Erwerb sozialer Skills im Hinblick auf die späteren Anforderungen in Beruf und Haushalt hin. Wer schon in der Schule lerne, mit Geld umzugehen, sei klar im Vorteil. Die Contra-Seite wurde von Celina Wendel und Katharina Bartle vertreten. Während Katharina vor allem rechtliche Aspekte zur Sprache brachte und auf die strengen Hygieneauflagen im Bereich der Schulkantinen hinwies, legte Celina den Schwerpunkt darauf, dass Schule vor allem die Bildung der Schüler zur Aufgabe habe. Lernende sollten nicht noch zusätzliche Aufgaben übernehmen, die sie möglicherweise sogar überlasten könnten. Außerdem nannte die Contra-Seite das Argument, dass es an unserer Schule schon eine Vielzahl von Versorgungsmöglichkeiten gebe und dies nicht durch ein weiteres Angebot ergänzt werden müsse. 

Obwohl die Debattanten zu keinem gemeinsamen Konsens gelangten, waren sie sich am Ende einig, dass die Debatte fair und auf einem hohen sachlichen Niveau abgelaufen sei. Dies merkte man auch am anhaltenden Applaus des Publikums und den Gesprächen nach der Veranstaltung. Nachdem die Jury sich kurz zurückgezogen hatte, erhielt jeder der vier Schüler zunächst ein persönliches Feedback seitens der Juroren. Danach wurden die Gewinner bekanntgegeben: Katharina Bartle und Julius Geßmann werden unsere Schule beim Regionalwettbewerb im Februar vertreten, wo sie sich auch für den Landeswettbewerb in Düsseldorf qualifizieren können. Der dortige Sieger darf zum Bundesfinale von „Jugend debattiert“ nach Berlin reisen und vor den Augen des Bundespräsidenten debattieren. Das Orga-Team von Jugend debattiert dankt allen Debattanten, Juroren und Helfern für die hervorragende Arbeit und den gelungen Ablauf. Unseren beiden Gewinnern wünschen wir für die weiteren Wettbewerbe viel Erfolg und überzeugende Argumente.

Die Fotos

Video auf BM-TV

Thorsten Endres