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Der Tag der offenen Tür am Sa, 6.12.14 – hoffentlich bis in gut einem halben Jahr, liebe Viertklässler, unsere Schule freut sich auf euch!

Samstag. Eine volle Aula.Das kann vieles an unserer Schule bedeuten: eine Schultheateraufführung, ein „Event“ organisiert von der Oberstufe zur Abi-Vorfinanzierung, wie beim Talentabend … Einmal im Jahr.

Das könnte auch ein Stufenelternabend sein, ein Informationsabend für die neue Einführungsphase Jahrgangsstufe 10 oder die Differenzierungsfächer – Vorstellung für Klasse 8. VORMITTAGS. Das spricht nun ganz klar für den Tag der offenen Tür. Hier stellen wir uns als weiterführende Schule für die vielen Viertklässler des Kerpener Raums vor.

Eröffnet wurde die Veranstaltung, nicht untypisch für unsere Schule, musikalisch und natürlich von Schülerinnen und Schülern. Ein Teil der Junior Big Band, unter der Leitung von Herrn Schumacher, spielte auf und im Anschluss präsentierte sich gleich noch der Chor einer Klasse 5, um die potentiellen neuen Mitschülerinnen und Mitschüler direkt davon zu überzeugen, dass es an dieser Schule mehr zu tun gibt, als „nur“ am Unterricht teilzunehmen. Und schon wären wir bei unserem gelebten Schulethos: „Gemeinsam leben und lernen. Grenzüberschreitend denken und handeln.“ Die Schulleiterin Tatjana Strucken und der neue stellvertretende Schulleiter Dominik Riediger präsentierten dieses Verständnis von Schule mit all seinen Angeboten und Abläufen für die interessierte Schar von Eltern und Viertklässlern. „An unserer Schule verbringt ihr viel Zeit mit euren Klassen und mit den Lehrerinnen und Lehrern – wir sind eine Ganztagsschule von 8:00 bis 16.05 Uhr - hier lernen und leben wir gemeinsam“, betonte Dominik Riediger und zählte viele spannende Bereiche und Möglichkeiten im schuleigenen Ganztag auf: von den Klassenfreizeiten und dem AG (Arbeitsgemeinschaften) – Angebot von Theater über Musik und Kunst zu Naturwissenschaften war da die Rede, denn in unserem Ganztag wird durch mehr Zeit in der Schule bis in den Nachmittag hinein nicht einfach nur mehr, sondern „anders“ gelernt. Im gebundenen Ganztag haben zukünftige Fünftklässler an drei Nachmittagen Unterricht. Mittags gibt es ein warmes Mittagessen in der Mensa, danach folgt eine große Pause mit vielfältigem, freiwilligem Aktivitätenangebot, bevor die letzte Doppelstunde von 14.35 bis 16.05 Uhr beginnt. In dieser 75 - minütigen Pause erfreut sich zum Beispiel der schuleigene Freizeitkeller größter Beliebtheit. Von Tischtennis über Billard, mit einer Disco, einem Spielekeller und einem Chillraum lässt es sich kurzweilig sehr gut aushalten, etwas länger in der Schule zu bleiben. Ältere Schülerinnen und Schüler runden mit ihrer eigens geführten „offenen Mittagsfreizeit“ (OM) das offene Pausenangebot gerade für die Unterstufe ab: es wird gebastelt, kreativ gestaltet, gespielt und getanzt…. In einer Schule, in der man aktiv mitgestalten und auch Freizeit erleben kann, wird der Raum mit Leben und Partizipation gefüllt. So verbinden sich zwei wichtige Elemente des Ganztages in Abwechslung zueinander: lernen und gemeinsam Freizeit miteinander verbringen. In zum Teil Pflicht-AGs im Nachmittagsbereich kann man seine Lehrerinnen und Lehrer auch einmal anders kennenlernen: ein Religionslehrer bringt einem den Modelleisenbahnbau näher, mit einer Englischlehrerin wird zum Thema Textilien gestaltet, eine Französischlehrerin malt gerne auf Seide, Sportlehrerinnen und Lehrer trainieren einen in einer bestimmten Sportart oder ein Deutschlehrer probt mit einem für eine große Theateraufführung in der Aula.

Dennoch bietet unsere Schule, unter sehr wenigen im Umkreis, auch die Möglichkeit, eine Halbtagsklasse zu besuchen, so dass ab Klasse 6 nur lediglich ein Nachmittag Unterricht stattfindet. Hier kann man dennoch die Vorteile des Ganztages nutzen, obwohl ein Kind die Halbtagsform gewählt hat. Durch freiwillige AGs und den Workshop zur Lernstoffaufbereitung kann ein Kind aus dem Halbtagszweig dennoch freiwillig an gewünschten Tagen länger in der Schule bleiben. Auch der bilinguale Englischzweig bei uns lädt sprachinteressierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 dazu ein, Englisch handlungsorientiert, kommunikativ, spielerisch und intensiv zu lernen. Hier ergeben sich ab Klasse 5 zwei Nachmittage, an denen Unterricht stattfindet. Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit auf 8 Jahre (G8) bleiben ab Klasse 8 alle Schülerinnen und Schüler in allen Klassenformen an zwei bis drei Nachmittagen länger in der Schule.

Seit 2001 trägt unsere Schule einen Namenszusatz: wir sind „Europaschule“ geworden und verwirklichen das Europaprofil in Kooperation mit anderen Schulen in Europa, in Comenius – Projekten (aktuell eine CD - Produktion mit einer polnischen Schule), in einem reichen Austauschangebot weit über die europäischen Grenzen und zum Beispiel auch in einem neuen Differenzierungsfach ab Klasse 8: Politik Europa. Wirtschaftsenglisch wird in der Oberstufe angeboten, früher kann man auch schon eine Vielfalt an Sprachen an unserer Schule lernen: Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Latein. Desweiteren lassen sich in guter Vorbereitung auf Studium und die globalisierte Berufswelt Sprachzertifikate erwerben, auf die in AGs intensiv vorbereitet wird: DELF, DELE, Cambridge – Englisch Diplom und, und, und…auch das CERTI – LINGUA Exzellenz – Label kann über unsere Schule erworben werden.

Sprachen sind eine Säule unserer Europaschule, auf der anderen Seite bieten wir auch für naturwissenschaftsinteressierte Schülerinnen und Schüler ein reiches Angebot im MINT - Zweig an: Es umfasst naturwissenschaftliche AGs, die Naturwissenschaftsprojektwoche, verschiedene Differenzierungskurse ab Klasse 8 wie zum Beispiel Biologie-Umwelt, ein großes Kursangebot für die Oberstufe aus zusätzlichen Naturwissenschaftsfächern wie Ernährungslehre, Informatik und Technik etc.; Exkursionen finden z.B. über den Biologieunterricht in den Zoo Köln oder später in Naturschutzgebiete statt. Alle klassischen Naturwissenschaften von Physik über Chemie, Biologie und Informatik können in der Oberstufe durchgängig bis zum Abitur und auch ggf. als Leistungskurs belegt werden.

Besonders wichtig für potentiell neue Fünftklässler und ihre Eltern ist ein konkreterer Einblick in die sogenannte „Erprobungsstufe“, welche die Klassen 5 und 6 umfasst. Die Erprobungsstufenleiterin Brigitte Pfaff erläuterte in einem Informationsvortrag die drei wichtigen Säulen und gleichzeitig Schwerpunkte dieser zusammengehörigen Schullaufbahnphase aus zwei Jahren, in denen man nicht „sitzenbleiben“ kann:

1. Unterstützung beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium (in Klasse 5: Projektwoche „Lernen lernen“ zum Thema „Leben und Lernen in der neuen Schulgemeinschaft“ und Kontaktpflege zu den Grundschulen; Einleben in die neue Schule über Spiel und Sport)   

2. Beobachtung und Unterstützung innerhalb der Erprobungsstufe (Fordern und Fördern im Unterricht und durch zusätzliche Angebote; Erprobungskonferenzen; Elternarbeit; Treffen mit Grundschullehrerinnen und Lehrern und den neuen Gymnasiallehrkräften der Kinder, um die Kindesentwicklung in größerem Zusammenhang zu sehen; enger Kontakt auch zu den Klassenlehrerinnen und Lehrern, die im Teamteaching die Klassen leiten)

3. Entscheidung über weitere Schullaufbahn nach Klasse 6 (Gesamtentwicklung in der Erprobungsstufe entscheidet über weitere Schullaufbahn am Gymnasium oder es wird ggf. ein Schulwechsel angeraten und auch im Kontakt zu einer anderen Schule unterstützt)

Danach hieß es von Tatjana Strucken: „Genug erzählt, überzeugen Sie sich nun selbst!“ In von Lehrkräften der Schule geführten Rundgängen über unser Schulgelände (u.a. Klassenräume, Musik- und Naturwissenschaftstrakt, Außenbereich, Ganztagskeller, Bibliothek, Mensa etc.) wurde der Theorie nun noch mehr Leben eingehaucht.

Katharina Schulte – Mattler führte auch durch die Schule, erläuterte zuvor aber interessierten Eltern und Kindern in einem Vortrag zum bilingualen Englischzweig mehr zu dieser Klassenform. „Sprache kommt von Sprechen“ ist hier das Credo, in der Erprobungsstufe einer englisch-bilingualen Klasse hat man mit 2 Stunden mehr an Englischunterricht auch mehr Zeit zum Sprechen. Spielerisch wird an den Umgang mit der englischen Sprache herangeführt: „English is fun!“, berichtet Katharina Schulte-Mattler und bezieht sich dabei auf die englische Klassenfreizeit „playtime“, auf die „project time“ innerhalb des Englischunterrichtes und auf die generellen Abläufe in einer bilingualen Englischklasse 5 und 6. In Klasse 5 beispielsweise werden erste „presentations“ auf Englisch eingeübt, so dass man z.B. sein Haustier oder Wunschhaustier bereits allein und flüssig vorstellen kann oder in der Klasse 6 erarbeitet man in einer Projektwoche ein spannendes Thema wie „Robin Hood and the Middle Ages“ kreativ und handlungsorientiert, so dass die Kinder Englisch auch „in action“ erleben. Auch die verschiedenen Länder in der Welt werden sprach- und spielerisch entdeckt. Ab Klasse 7 findet das erste Sachfach auf Englisch statt: das ist Erdkunde mit einer Stunde Unterricht mehr, um genug Zeit für das Arbeiten auf Englisch in einem neuen Fach zu haben. In Klasse 8 kommen Politik und Geschichte als bilinguale Sachfächer hinzu. Abschließend zur Mittelstufe in der Klasse 9 werden Erdkunde, Geschichte und Politik in englischer Sprache unterrichtet, was zu hoher Sprachkompetenz führt. Ein Abschluss mit bilingualem Abitur in Englisch stellt ideale Weichen für die globalisierte Arbeitswelt.

Nach den Rundgängen heißt es nun vermutlich in Gesprächen zuhause: „Möchtest du auf diese Schule gehen?“ Wir wünschen dazu frohen Entscheidungsmut und hoffen, im nächsten Schuljahr viele neue Gesichter der Klassen 5 an unserer Schule zu begrüßen. P.S.: Vielleicht hieß es aber auch:“Wir müssen noch das kleine Geschwisterchen im Freizeitkeller abholen!“ Da war begeistert der Pädagogik Leistungskurs von Regine Klopffleisch am Werk und hat den kleinen Geschwisterchen die Zeit des Tages der offenen Türe mit Spielen, Basteln und Tanzen versüßt.

Fotos der Veranstaltung

Allgemeine Infos zur Schule: Präsentation von Frau Strucken, Frau Pfaff und Herrn Riediger

Infos zum Bilingualen Zweig: Präsentation von Frau Schulte-Mattler

Andrea Berg