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von Leon Paul, Klasse 8.8

Der Abi-Jahrgang präsentierte nach einer Übernachtung in der Schule seinen Abi-Gag als Oscar-Show! Sie fand zum Ende der jährlichen Mottowoche der Abiturienten im ersten Block auf dem Sportplatz statt. Alle Schüler und Lehrer waren eingeladen! Mittlerweile haben die Abiturienten ihre feierliche letzte Schulwoche vor den Abi-Prüfungen nach den Ferien hinter sich. Was genau geschah und was Direktorin Frau Strucken davon hielt, gibt es in diesem Artikel!

Die diesjährigen Abiturienten trafen sich in einer ruhigen und familiären Atmosphäre bei einem Gourmetdinner, um ihren Abschluss zu feiern ... naja, das ist natürlich nur ein verspäteter Aprilscherz, so ruhig läuft kein Abi-Gag ab!  In der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag (7-8.4.2017), wurde nach der Mottowoche abschließend nochmal ordentlich Abi-Party gefeiert. Für den Einen oder Anderen wurde dabei auch ein Traum war: Die Abiturienten hatten die Schule für eine ganze Nacht für sich alleine! Was dort hinter den verschlossenen Party-Pforten passierte, ist wohl eindeutig. Meine Befragten zumindest erzählten mir von guter Stimmung, aber auch von reingeschmuggeltem Alkohol.

Doch wollen wir die Abiturienten mal nicht in die Schussbahn rücken: Unsere Direktorin, Frau Strucken, erklärte sich eigentlich als zufrieden mit der Feier. Sie erzählte mir, dieser Übernachtungsabend bereitet den Lehrern meist ein wenig Sorge im voraus, lief aber diesmal größtenteils gut ab. Die Mensa beispielsweise soll von den Abiturienten sauber hinterlassen worden sein, was Frau Strucken lobte. Ihr war der, eigentlich verbotene, Alkoholkonsum einiger Abiturienten klar und sie war damit auch nicht glücklich, doch die Feier dafür abzubrechen wäre für sie kein geeigneter Kompromiss gewesen. 

Die Nacht endete, doch die Feier ging für uns "normale" Schüler erst los. Sie begann jedoch, subjektiv gesagt, ein wenig mäßig. Sie startete mit dem typischen und jährlichen Empfang vor dem Haupteingang. Seit kurz vor Schulbeginn feierten die Abi-Leute auf dem großen Balkon am Haupteingang mit lauter Mukke, und die Schüler schauen auf dem Schulhof zu. Für die Abiturienten ist dies vielleicht ein Spaß, für die Zuschauer nicht immer. In meinen Augen sieht das nämlich so aus: Die Aktion hat keinen Überraschungseffekt, da man sie schon von Vorjahren gewohnt ist. Zudem finde ich sie ein wenig einseitig. Als Zuschauer wurde man zu keinen Aktionen motiviert, nicht zum Tanzen, nicht zum Springen, man hätte irgendwelche Auftritte veranstallten können, mit Wasserpistolen schießen (was in den Vorjahren sogar gaschah) oder karnevalsmäßig Süßigkeiten werfen können, doch das gab es leider nicht. Viele Schüler standen somit auf dem Schulhof und unterhielten sich relativ ruhig mit Freunden. Auch Frau Strucken animierte die Abitureinten im voraus zu interessanteren Aktionen. Tatsächlich boten uns die Abiturenten später eine positive Überraschung. 

Nach der Dach-Party wurden wir schließlich kurz nach Beginn des ersten Blocks zu unserem gewöhnlichen Unterricht geschickt. Was wir nicht wussten: Dort würden  wir nicht lange bleiben! Kurze Zeit später forderten uns die Lehrer überraschend auf unsere Bücher zu schließen und nacheinander schritten die Klassen gespannt zum Sportplatz. Eine Menge Abiturienten bedeckten bereits einen Hügel, dem gegenüber eine aufgebaute Bühne auf dem Fußballplatz stand. Die Abiturienten haben, passend zum Thema "Abi-Wood", die Oscar-Verleihungen nach Kerpen geholt!  Natürlich nicht im Sinne eines Filmpreises, sondern eines großen Wettbewerbes.

Zuerst traten je ein paar Abiturienten gegen Schüler in Challenges wie Schokokuss-Wettessen an, bis wir die Lehrer-gegen-Lehrer-Wettbewerbe sahen. Highlights waren beispielsweise der Wettbewerb in der Kategorie "Schönster Lehrer", wo männliche Lehrer ihre Selbst-Schmink-Technik unter Beweis stellten oder das Bobby-Car-Rennen zu Mario Kart Musik. Für mich war es zum Glück das Gegenteil der Dachaktion: Es war überraschend, es war lustig, es kam Stimmung auf und die Schüler wurden auch zum Feiern und Anfeuern motiviert. Ein völlig unterhaltsamer erster Block. Aber es kam auch ein wenig Abschiedsstimmung auf: Eine Abiturientin erklärte mir, sie wäre am liebsten noch ein Jahr an der Schule geblieben.

Ich finde es schön, dass sich unsere Abiturienten eine Neuerung zu der jährlich ähnlichen Abschlussfeier erlaubt haben. Hoffentlich wird das bei den künftigen Abi-Jahrgängen auch passieren und vielleicht gibt es auch mal mehr Neuerungen für die Mottowoche! Ich kann solche Aktionen, wie den Oscar-Verleih oder auch den Talentabend der Abiturienten nur unterstützen. 

Also, liebe Abiturienten: Viel Glück bei dem Schulabschluss und Danke für die Unterhaltung!

Übrigens: Es ist kein Wunder, dass sich Frau Strucken einen ausgeklügelten Abi-Gag gewünscht hat. Zu ihrer Schulzeit hievte der Abi-Gang einen Trabi auf ein Sporthallendach und legte die Aula mit Stroh aus!