Erasmus Ausstellung ZWEI 2018 12 15

Das Erasmus+ Projekt am Gymnasium Kerpen arbeitet seit fast zweieinhalb Jahren und geht bald in das letzte Halbjahr der Projektphase. Grund genug, die verschiedenen Ergebnisse und Produkte der intensiven Arbeit zusammenzustellen und zu präsentieren. Aus diesem Anlass hat die Gruppe eine ganze Ausstellung im Haus für Kunst und Geschichte organisiert, die am 13.12.18 festlich eröffnet wurde.

Parallel zu den jeweiligen Projektgruppen des Vay Adám Gimnázium (Ungarn) und der IES Tamogante (Spanien) haben die Schülerinnen und Schüler sich unter dem Leitgedanken „Wir sind Europa – Zukunft gestalten“ insbesondere zwei gesellschaftlichen Gruppen gewidmet, den Roma und den Flüchtlingen. „Im Zentrum der Ausstellung steht die Vielfältigkeit der Kultur der Roma als Teil Europas sowie die Dokumentation ihrer Lebensumstände. Darüber hinaus berichten junge Flüchtlinge in Deutschland und Migranten in Spanien von ihren Träumen und ihrem Prozess der Integration in den jeweiligen Zielländern. Diese Ausstellung zeigt, dass Europa sich nicht durch seine geographischen Grenzen, sondern durch seine Vielfalt auszeichnet.“ Besonders gut verdeutlicht wird diese Vielfalt durch die Produkte des Projektes, z.B. ein Kochbuch mit Lieblingsrezepten aus vielen Ländern, Postkarten oder der dreisprachigen Projekthymne.
Begrüßt wurden die Gäste von Frau Harke-Schmidt, der Hausherrin und Archivarin der Stadt Kerpen. Schulleiterin Frau Strucken schlug in ihrer Ansprache einen Bogen von den ersten Menschen, die von Afrika nach Europa kamen zu den großen europäischen Auswanderungsbewegungen , die sich insbesondere nach Amerika richteten. Ihr Fazit: Einwanderung, Integration der Neuankömmlinge und in der Folge eine Bereicherung der aufnehmenden Gesellschaft waren und sind „normal“. Das zeigt nicht nur das Erasmusprojekt, sondern auch die gelebte Vielfalt am Gymnasium Kerpen. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Kerpen, Frau Seiche begrüßte herzlich alle Anwesenden und drückte ihre Bewunderung für die engagierten Schülerinnen und Schüler aus.
Dann wurde die Stimmung unversehens emotional: Alle zusammen sangen die Projekthymne, deren Text auch an das Publikum verteilt worden war. Auch ein ungarisches Lied mit viel Rhythmus wurde mit Begeisterung vorgetragen. Einzelne Beteiligte, Schüler und Eltern fassten in einem Satz zusammen, was das Projekt für sie bedeutet. Der Kernsatz lautete: Auch ich bin Europa. „Diese Momente“, sagt später ein Besucher, „ treiben mir jedes Mal die Tränen in die Augen.“
Ein besonderer Dank gilt Frau Kehr, die die Ausstellung aufwändig und sorgfältig vorbereitet hat. Das Ergebnis lässt sich sehen. „Wir wussten gar nicht, dass wir so viel geschafft haben“, meint Carolina zum Schluss.