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Das 1:0 für die Abiturienten

Am vergangenen Sonntag gab es das Derby 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen. Auf dem Papier war die Sache klar: Die spielerisch überlegenen Leverkusener mit den besseren Einzelspielern, den Blick hart auf die Championsleague gerichtet; auf der anderen Seite der FC: abstiegsbedroht, jedes Spiel ein Endspiel, eigentlich ohne Chance. Das Ergebnis ist bekannt: 2:0 für den FC.

Jetzt also das Schüler-Lehrer-Derby. Die Voraussetzungen auch hier eigentlich klar: Junge, technisch brillante, konditionsstarke Abiturienten gegen Alte Herren, abgeklärt zwar, aber oft doch einen Schritt langsamer. Dachte man. Während beim FC die Südkurve einen erheblichen phonstarken Einfluss aufs Spiel hatte, bestand die Europaschul-Südkurve zu 99% aus Schülern, das eine Prozent Lehrer-Hooligans bestand aus einem Exemplar, das noch dazu eine Kamera vor dem Auge und damit keine Gelegenheit zum Anfeuern hatte. 

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Der Elfmeter zum 1:1-Ausgleich durch Volker Kühl

Der Spielverlauf: Überraschend! Die Schüler legten zwar das 1:0 vor, mussten aber einen Handelfmeter hinnehmen, den der Lionel Messi der Lehrermannschaft, Volker Kühl, eiskalt verwandelte. Halbzeitergebnis also 1:1. In der zweiten Hälfte schienen sich die bessere Kondition und die reifere Spielanlage der Schüler, angeführt von ihren Spielmachern Noah Retterath und Hamza Syed, durchzusetzen. Bald stand es 2:1 und 3:1. Man hatte aber nicht mit der Moral der vermeintlich unterlegenden Lehrermannschaft gerechnet: Sie hatte sich die - für ein Hallen-Fußballspiel eigentlich ungeeignete - Parole des FC-Trainers Stefan Ruthenbeck zu eigen gemacht ("Ihr müsst Gras fressen!") und holte Tor um Tor auf. Endstand: 3:3. 

Aus Sicht der Lehrermannschaft ein gefühlter Sieg! Und ein Gruß an den FC: Wenn wir es schaffen, dann schafft ihr das auch!

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Bernd Woidtke